Arbeitsvertrag in der Schweiz verhandeln: So gehen Sie vor
Sie haben eine Zusage für eine Stelle in der Schweiz? Gratulation! Bevor Sie unterschreiben, lohnt sich ein genauer Blick auf den Arbeitsvertrag. Lohn, Probezeit, Ferien oder Homeoffice: Vieles ist verhandelbar, wenn Sie Ihre Rechte kennen und gut vorbereitet sind.
Das Schweizer Arbeitsrecht kennen
Bevor Sie verhandeln, sollten Sie wissen, was ohnehin gilt. Der Einzelarbeitsvertrag ist im Obligationenrecht (OR) geregelt, Arbeitszeiten und Gesundheitsschutz im Arbeitsgesetz. In vielen Branchen gilt zusätzlich ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit Mindestlöhnen und weiteren Regeln.
Der Arbeitsvertrag muss nicht zwingend schriftlich sein. Die wichtigsten Punkte muss Ihnen der Arbeitgeber aber schriftlich mitteilen. Einen guten Überblick bietet das offizielle Portal ch.ch.
Was Sie verhandeln können
Neben dem Lohn gibt es viele Punkte, die Sie ansprechen können:
- Jahreslohn und 13. Monatslohn
- Länge der Probezeit
- Arbeitszeit und Flexibilität
- Zusätzliche Ferientage
- Homeoffice-Tage
- Weiterbildung und Kostenbeteiligung
- ÖV-Abo, Parkplatz oder Essensgutscheine
- Bonus und Pensionskassenbeitrag
Wichtig ist, dass Sie wissen, was in Ihrer Branche üblich ist. Unsere Seite Löhne in der Schweiz zeigt Medianlöhne nach Branche, Ausbildung und Region.
Strategisch vorbereiten
Finden Sie heraus, was Personen in vergleichbaren Positionen verdienen, etwa mit den Lohnstatistiken des Bundesamts für Statistik oder den Mindestlöhnen eines allfälligen GAV.
Erstellen Sie eine Liste Ihrer Stärken: Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Diplome und Fachwissen. Belegen Sie Ihre Forderungen mit konkreten Beispielen. Ein in der Schweiz anerkanntes Diplom ist ein starkes Argument, mehr dazu in unserem Ratgeber Diplome in der Schweiz.
Vergleichen Sie Stellenangebote in der ganzen Schweiz.
Die richtige Haltung im Gespräch
In der Schweiz wird sachlich und eher zurückhaltend verhandelt. Bleiben Sie freundlich, zeigen Sie echtes Interesse an der Stelle und am Team, und formulieren Sie Ihre Wünsche klar und konstruktiv.
Nennen Sie eine konkrete Zahl, am besten als Jahreslohn, und klären Sie, ob diese 12 oder 13 Monatslöhne umfasst. Zeigen Sie, dass Sie langfristig mitarbeiten möchten: Das wird von Schweizer Arbeitgebern sehr geschätzt.
Ein guter Vertrag ist eine Balance zwischen Ihren Bedürfnissen und jenen des Arbeitgebers.
Vorsicht bei diesen Klauseln
Einige Punkte wirken wie Standard, verdienen aber einen zweiten Blick:
- Konkurrenzverbot: nur gültig, wenn schriftlich vereinbart und nach Ort, Zeit und Gegenstand angemessen begrenzt. Es darf nur ausnahmsweise mehr als 3 Jahre dauern.
- Überstunden-Regelung: Prüfen Sie, ob Überstunden mit dem Lohn «abgegolten» sind.
- Bonus: Ist er fix vereinbart oder freiwillig? Das macht rechtlich einen grossen Unterschied.
- Zielvereinbarungen in der Probezeit: Sind die Ziele realistisch und messbar?
- Lohnfortzahlung bei Krankheit: Gibt es eine Krankentaggeldversicherung?
Fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist. Bei Unsicherheit hilft eine Rechtsberatung, zum Beispiel über eine Gewerkschaft, einen Berufsverband oder die kantonale Arbeitsrechtsberatung.
Auch unbefristete Verträge sind verhandelbar
Ein unbefristeter Vertrag heisst nicht, dass alles fix ist. Auch später, etwa nach der Probezeit oder beim Jahresgespräch, können Sie Anpassungen ansprechen. Wie Sie dabei vorgehen, lesen Sie in unserem Artikel Wie verlangt man in der Schweiz eine Lohnerhöhung?
Gute Vorbereitung und Transparenz zeigen, dass Sie professionell sind.
Checkliste vor der Unterschrift
- Jahreslohn, Anzahl Monatslöhne und allfälliger Bonus sind klar festgehalten.
- Pensum, Arbeitszeit und Arbeitsort stimmen.
- Probezeit und Kündigungsfristen entsprechen Ihren Erwartungen.
- Ferienanspruch und Regelung der Überstunden sind geklärt.
- Sie wissen, ob ein GAV gilt und was er vorsieht.
- Mündliche Zusagen wie Homeoffice oder Weiterbildung stehen schriftlich im Vertrag.
Bereit für Ihren nächsten Arbeitsvertrag?
Tausende Stellenangebote in der ganzen Schweiz warten auf Sie.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Massgebend sind das Obligationenrecht, das Arbeitsgesetz und ein allfälliger GAV.
Can you be more specific about the content of your article? After reading it, I still have some doubts. Hope you can help me. https://www.binance.bh/register?ref=QCGZMHR6
Вывод из запоя требуется, если человек несколько дней употребляет алкоголь и не может самостоятельно остановиться. Врач оценивает длительность запоя, состояние пациента, хронические заболевания и принимаемые препараты. После осмотра назначается капельница и другая медицинская поддержка по показаниям.
Получить больше информации – лечение в наркологической клинике
Thank you for your sharing. I am worried that I lack creative ideas. It is your article that makes me full of hope. Thank you. But, I have a question, can you help me?
Thank you for your sharing. I am worried that I lack creative ideas. It is your article that makes me full of hope. Thank you. But, I have a question, can you help me?
Your article helped me a lot, is there any more related content? Thanks!