Blindenführhundtrainer/in
Beruf in der Assistenzhunde-Ausbildung — Schweiz
Der Beruf im Überblick
Der/die Blindenführhundtrainer/in bildet Hunde zu Blindenführhunden aus und begleitet
deren Übergabe an sehbehinderte oder blinde Menschen. Im Unterschied zum/zur
Hundetrainer/in, der/die allgemeine Gehorsamskurse anbietet, handelt es sich hier um
eine hochspezialisierte, mehrjährige Ausbildung von Assistenzhunden mit
lebenswichtiger Funktion für ihre Halter:innen.
Dieser Beruf erfordert höchste fachliche Sorgfalt, Geduld und Einfühlungsvermögen
sowohl gegenüber Hunden als auch gegenüber Menschen mit Sehbehinderung. Er wird bei
spezialisierten Blindenhundeschulen ausgeübt.
Hauptaufgaben
- Junghunde systematisch zu Blindenführhunden ausbilden
- Spezifische Führtechniken wie Hindernisumgehung trainieren
- Eignung der Hunde für die anspruchsvolle Aufgabe laufend beurteilen
- Sehbehinderte oder blinde Menschen im Umgang mit dem Führhund schulen
- Nachbetreuung von Halter:in und Hund sicherstellen
- Zusammenarbeit mit Fachpersonen für Sehbehinderung koordinieren
Gesuchte Kompetenzen und Eigenschaften
- Höchste fachliche Sorgfalt und Geduld
- Ausgeprägtes Einfühlungsvermögen gegenüber Menschen und Tieren
- Fundiertes Wissen über Hundeverhalten und Lernpsychologie
- Verantwortungsbewusstsein angesichts der hohen Tragweite der Aufgabe
- Gute pädagogische Fähigkeiten in der Halterschulung
Ausbildung
Der Beruf wird über eine mehrjährige, spezifische interne Ausbildung bei einer
anerkannten Blindenhundeschule erlernt. Der Zugang erfolgt meist über eine vorgängige
Ausbildung oder Erfahrung im Hundetraining, gefolgt von einer intensiven Spezialisierung
auf die Assistenzhundeausbildung.
Berufliche Perspektiven
Spezialisierte Blindenhundeschulen und -stiftungen in der Schweiz sowie
Organisationen im Bereich Assistenzhunde für weitere Behinderungsarten.
