Aromatherapeut/in
Beruf in der Komplementärmedizin — Schweiz
Der Beruf im Überblick
Der/die Aromatherapeut/in setzt ätherische Öle und Pflanzenextrakte ein, um das
Wohlbefinden von Klient:innen zu unterstützen – etwa bei Entspannung, Stressabbau oder
zur Ergänzung anderer Massnahmen. Er/sie erstellt individuelle Anwendungskonzepte und
berät zu Anwendung und Auswahl der Öle.
Die Aromatherapie zählt zur Komplementärtherapie und ersetzt keine schulmedizinische
Behandlung. Der Beruf wird meist selbstständig in eigener Praxis, in Wellness- und
Gesundheitszentren oder ergänzend zu einem anderen Gesundheitsberuf ausgeübt.
Hauptaufgaben
- Anamnesegespräche führen und Bedürfnisse der Klient:innen erfassen
- Individuelle Anwendungen mit ätherischen Ölen zusammenstellen
- Entspannungs- und Wohlfühlbehandlungen durchführen
- Über sichere Anwendung, Dosierung und Kontraindikationen beraten
- Behandlungsverlauf dokumentieren
- Bei Bedarf an Ärzt:innen oder weitere Fachpersonen verweisen
Gesuchte Kompetenzen und Eigenschaften
- Einfühlungsvermögen und aktives Zuhören
- Fundiertes Wissen über ätherische Öle und deren Wirkweise
- Sorgfalt im Umgang mit Sicherheits- und Dosierungsfragen
- Unternehmerisches Denken bei selbstständiger Tätigkeit
- Gute Kommunikationsfähigkeit
Ausbildung
Für die berufliche Anerkennung in der Schweiz wird eine Ausbildung an einer von EMR
(Erfahrungsmedizinisches Register) oder ASCA anerkannten Schule vorausgesetzt. Diese
Anerkennung ermöglicht es Klient:innen häufig, Beiträge über die
Zusatzversicherung abzurechnen. Die Ausbildungsdauer variiert je nach Schule und
Vorbildung.
Wichtiger Hinweis: Die Aromatherapie ist eine Komplementärtherapie und ersetzt keine
ärztliche Diagnose oder Behandlung.
Berufliche Perspektiven
Eigene Praxis, Wellness- und Spa-Zentren, Ergänzung zu einem bestehenden Beruf in
Pflege, Physiotherapie oder Massage sowie Zusammenarbeit mit
Komplementärmedizin-Zentren.
